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Mrz 14

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Chevy V8 Small Block Motor Überholen

Ein 40ig Jahre alter Chevy Small Block braucht von Zeit zu Zeit einmal Zuwendung… bzw. eine grundlegende Überholung….

Die folgende Geschichte mit  Bildern und Beschreibungen soll als Hilfestellung für all diejenigen dienen, die Lust haben so einen Chevy V8 selbst zu zerlegen oder einfach nur nach den rechten Schauen wollen….. ohne Spezialwerkzeug + Wissen geht es hier leider nicht und wie immer führen auch hier viele Wege zum Ziel…  für weitere Tips/Tricks, Fragen… bin ich immer offen, nutzt einfach die Kommentarfunktion oder das Kontaktformular :-)

Die Ausgangsbasis:

motor-chevy-corvette-69

Unersätzlich bei arbeiten am Motor ist ein Motorständer bei denen der Motor in alle Lagen gedreht werden kann. Da macht das Demontieren dann Spass…

Als erstes wurden die Gusskrümmer abgeschraubt + mittels Dampfstrahler gereinigt

kruemmer-gewaschen

Als nächstes musste das Intake und Ventildeckel weichen.  Wenn das Intake schon runter ist unbedingt einen Blick hinter die Belchabdeckung werfen (Nieten einfach aufbohren) um die Ölkohle zu entfernen! Der Schmodder macht sich ein einem frisch revidierten Motor nicht gut….

oelkohle-entfernt

Mit einem Abbeizer vom Baumarkt und anschließender Drahtbürstenbehandlung gehts den alten Lack an den Kragen

intake-entlacken

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.vintage-corvette.com/chevy-v8-motor-ueberholen

19 Kommentare

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  1. Harald

    Sieht gut aus!!

    1. Holger

      Wird ja mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dein Motor :-)

  2. Günter

    Klasse Homepage und klasse Artikel… so wie wir’s aus dem Corvetteforum schon von dir kennen!

  3. Nico Tank

    Hallo,
    wunderbare Seite ! Sehr schön !
    Fange in 4 Wochen an meinen 5,4l Diplomatmotor zu zerlegen und freue mich total über Deine Seite :)

    1. Holger

      Besten Dank für die lobenden Worte. Es freut mich, dass sich auch nicht Corvetteschrauber/fahrer auf meiner Seite tümmeln bzw. umschauen! Hoffe mein Beitrag hilft dir bei deiner Motorzerlegung weiter. Bei Fragen einfach melden. Wo es geht helfe ich dir gerne weiter.

      Gruß

      Holger

  4. Thorsten K.

    Hallo Holger,
    ich als Ausgebildete Fachkraft muss den Hut vor deinen selbst angeeigneten automobilen Fachkentnissen ziehen. Und unser theoretisches Wissen haben wir ja bereits im Studium unter Beweis gestellt. Da hast du die letzten Monate ja ganz schön was auf die Beine gestellt. Und wie gewohnt hervorragned dokumentiert. Großen Respekt!
    Gruß
    Thorsten

    1. Holger

      Hallo Thorsten

      Schön solche Worte von einem erfahrenen Mechaniker zu hören! Vorallem das du dir die Zeit genommen hast den Bericht zu lesen… du hast ja auch viel um die Ohren! Vielleicht konnte ich dich ein bischen inspirieren damit auch mal ein V8 in der Garage steht!

      Gruß

      Holger

  5. Karsten

    Hi! Super Seite! Vielen Dank dafür!
    Gruß,
    Karsten

    1. Holger

      Danke für das Lob! Freut einen immer wieder wenn die Seite besucht wird bzw. der Inhalt weiterhilft :-)

      Gruß

      Holger

  6. Falko

    Hi, ist das richtig das die Löcher der Nockenwellenlager mit den Bohrungen im Block übereinstimmen müssen ? Bei meinem 89er Block waren die alle versetzt und es waren noch die Original Lager drin .

    1. Holger

      Hallo Falko

      Die Bohrungen müssen bei dieser Bauform übereinstimmen damit die optimale Schmierung gewährleistet ist, ansonsten hast du immer eine undefinierte Schmierstoffzuführ an deinem Lagerring. Vielleicht sind bei dir auch andere Lager verbaut?

      VG

      Holger

  7. Manni

    Hallo Holger,

    es freut mich, hier jemanden gefunden zu haben, der sich ein auf Erfahrung basierendes Wissen erarbeitet hat. – Toll gemacht, deine Dokumentation, veranschaulicht durch Bildmaterial.

    Als Ex Maschinenbau- Konstrukteur und Maschineneinrichter für CNC- Metallzerspanungs- Maschinen, heute leider Frührentner mit viel Freizeit, habe ich mich dazu entschlossen, wieder eine Vette zuzulegen (nach 25 Jahren Abstinenz). – Meine letzte Vette, eine 71er Stingray habe ich für kleines Geld mit Motorschaden ´86 erworben. – Mein Cousin, Meister bei Mercedes, hat mir den Motor überholt, wie schon viele Motoren zuvor, bei denen ich mitgeholfen habe, unter seiner Anleitung auch selbst geschraubt habe.

    Leider ist mein Cousin bei einem Sportbootunall ums Leben gekommen. Allein auf mich gestellt habe ich mich nicht mehr getraut, weiterzuschrauben. – Umsomehr freue ich mich (Ineternet sei Dank) jemanden wie dich gefunden zu haben. – Ich hoffe, dich zukünftig bei der ein oder anderen Frage zurate ziehen zu dürfen.

    Schön zu wissen, daß es Menschen wie dich gibt.

    LG
    Manni

    1. Holger

      Hallo Manni

      Danke für die lobenden Worte! Es freut mich wenn Leute etwas mit meinen Informationen anfangen können, zumal es ein reines Hobby ist mit der Absicht das möglichst viele von den alten Schätzen weiter auf unseren Straßen rollen. Ich wünsche dir bei deinem Projekt weiterhin gutes gelingen.. auch wenn manches aufs erste mal nicht klappt :-) Ich habe auch desöfteren mehrere Anläufe gebraucht… aber das ist es ja was ein Hobby ausmacht… der Weg ist das Ziel :-)

  8. denis

    Hallo – Danke für diesen super Bericht – bin grad dran an meinem 282er von Diplomat A den Motor zu überholen.
    Soweit ist mir das alles klar – aber das vermessen bzw dias Thema mit dem Plastilage verstehe ich nicht.
    Sn diesem Punkt sind doch schon die neuen Lager drin – was muss dann noch gemessen werden – bzw wenn´s nicht passt weil die Paarung falsch ist – was wäre dann noch zu ändern???
    Wäre schön wenn ich dazu ne INfo bekäme.
    Was ich an meinem Motor machen will:
    1.) Haupt und Pleullager neu (Standardmass)
    2.) KW polieren
    3.) Nockenwelle bleibt an seinem Platz (mit den alten Lagern (vor allem weil mir da das Spezialwkz fehlt)
    4.) Köpfe planen
    5.) Kolben werden wiederverwendet nur Kolbenringe neu (Standardmass)
    6.) Bohrungen hohnen (Nur Tragbild herstellen) – Masse sind knapp unter Verschleissgrenze für 1. ÜM.
    7.) Vielleicht (ich weis noch nicht) Ventile neu einschleifen.

    Wäre so eine Vorgehensweise Pfusch? (Würde denn die Nockenwelle festrosten wenn ich den Block wasche und die bleibt drin??)
    Motor ist vorher sauber gelaufen hat ca 100.000km und hat nicht geraucht – heb ihn nur raus wegen Ölverlust.

    1. Holger

      Erst mal sorry für die späte Antwort… war im Urlaub :-)

      Die Plastikmasse wird zur Kontrolle eingelegt ob dein Spiel auch passt wenn du die Pleule über die Stehbolzen nach Drehmoment angezogen hast. Das bekommst du anders nicht raus. Ich an deiner Stelle würde die Nockenmelle ausbauen, auch dein Motorbauer wird dir das sagen. Du bekommst durch das Hohnen/Schleifen Abrieb der sich überall hin verteilen kann. Nichts wäre hier schlimmer wenn sich dieser z.B. in einen Ölkanal sammelt weil über deine Nockenwelle diesen vom reinigen/spülen verschließt.

      Köpfe würde ich planen wenn sie krum sind. Ventile würde ich testen lassen.

      Aber um mehr darüber zu quatschen kannst du mich auch einfach anrufen –> Nummer ist bei Kontakt. Ich muss mir hier sonst die Finger abschreiben.

      VG

      Holger

  9. denis

    Ach so ja noch ne Frage – die Abdeckung im Intake welche abgebohrt wurde – wie bekommt man die wieder dran?
    Wo gibts solche Nieten?

    Danke für Info

    1. Holger

      Hallo Denis

      Die Kernnieten habe ich bei unserem Schraubenhandel gekauft. Müsste es eigentlich in jedem anderen Schraubenhandel auch geben.

  10. Sandro

    Hii! Super Seite, schön gemacht :)
    Ich hätte da auch eine Frage zu einem Überholten 5,7 Liter Motor mit Übermasskolben..
    Der Motor ist soweit zusammengebaut (ohne Kerzen) aber mich beunruhigen zwei Sachen:
    1. damit sich der Motor bewegt, muss ich an der Kurbelwelle gefühlsmässig mit ziemlich viel Druck arbeiten, habe das ganze mit dem Drehmomentschlüssel gemessen und da kam ich auf etwa 75 Nm..
    2. Machen die neuen Kolbenringen im Zylinder etwas raue Geräusche ist nicht sehr schlimm, aber man hört es doch deutlich, es hört sich ein wenig an als wären die Zylinder nicht sauber gehont worden.

    Meine Vermutung, die Zylinder wurden im Durchmesser auf 0.025mm grösser aufgebohrt und gehont… evtl. stimmt da mit dem Kolbenspiel etwas nicht?
    Oder die Zylinder sind nicht sauber gehont und deshalb die Geräusche und auch das etwas harzige bewegen des Motors.
    Ich denke es wird schwierig für dich da eine Analyse draus zu beziehen, aber vielleicht sagst du mir das es völlig normal ist und ich den Motor sauber einfahren muss..

    Liebe Grüsse
    Sandro

    1. Holger

      Hallo Sandro

      Sorry für die späte Antwort..war leider das komplette letzte Jahr im Baustress ;-)

      Zu1. Die Nm die benötigt werden einen frisch überholten Motor zu drehen habe ich nie gemessen. Ich konnte bisher alle Motoren mit einer 1/2-Ratsche drehen. Wie schwer sich der Kurbelwellentrieb drehen lässt hängt von mehren Faktoren (Lagerluft/Kolben-Zylindermaßabstimmung) ab. Auch das es sich ein bisschen rauer anhört ist normal. Wenn sich die Zylinder eingefahren haben sollte die definitiv Geräusche weg sein.

      Zu2. Die Zylinder können auf verschiedene Passungen (Street/Performance…) gehont worden sein je nachdem ergibt sich mehr oder weniger Spiel. Was bei deinem Motor was bei deinem Motor gemacht wurde kann ich natürlich nicht sagen.

      Wenn du dir grundsätzlich unsicher bist in einzufahren und nichts riskieren willst hilft nur Zerlegen und nochmal die Maße aufnehmen.

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